*Werbehinweis: Wegen so großer Begeisterung könnte es sein, dass dieser Artikel unbezahlte Werbung für Destinationen und Produkte enthält.

Über diese zehn Gründe schreibt uns Ulrike Hahn aus dem skandinavien.live Team

Die Deutschen lieben Skandinavien – und die Skandinavier. Dafür gibt es viele Belege, Studien und Aussagen. Aber warum ist das eigentlich so?
Wir haben zehn Gründe für diese Zuneigung zusammengestellt, abseits von Köttbullar und IKEA!

1. Die spannendsten Krimis

Seit Sjöwall/Walhöö ist jedem Krimi-Fan klar: Spannung muss ein schwedisches Wort sein. Die in den 60er und 70er Jahren entstandenen Krimis rund um Komissar Beck wurden in über 40 Sprachen übersetzt, für Kino und Fernsehen verfilmt und als Hörspiele adaptiert. Dabei ging es dem Schriftseller-Ehepaar gar nicht nur um Whodunnit-Spannung, sondern auch um Kritik an Kapitalismus und Korruption. Spannend geht’s ansonsten auch noch bei Arne Dahl, Jo Nesbo, Julia Hastrop, Yrsa Sigurdardóttir sowie bei den leider schon verstorbenen Größen Stieg Larsson und natürlich Henning Mankell zu.

2. Eine gute Work-Life-Balance

Es gibt keine Indizien dafür, dass die Schweden wenig arbeiten. Sie sind nur flexibler. Um 17 Uhr spätestens geht es in den Feierabend, und wer tagsüber lieber mit den Kindern Zeit verbringt, der klappt eben abends den Rechner erneut auf und holt dann auf, was liegengeblieben ist. Meetings am späten Nachmittag sind tabu. Die Schweden nennen das „Freiheit unter Verantwortung“, und dass das funktioniert, sieht man auch direkt an Punkt drei.

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3. Unendlich lange Sommer

Was macht man, wenn man ein einem Land lebt, wo der Winter unendlich erscheint? Man erklärt den Sommer zum National-Heiligtum. In vielen Tarifverträgen in Schweden gibt es sogar ausgewiesene Sommerarbeitszeiten. Ab Midsommar im Juni ist quasi jeder im Urlaub und das Land liegt im Sommerschlaf. Baden, Ferienhaus, Freizeit. Hier gibt es auch ein Recht auf vier Wochen Sommerurlaub am Stück. Anstatt dass sich Kollegen umständlich absprechen, schließen einfach ganze Abteilungen. Wichtiges wird erst nach dem Sommer wieder besprochen.

4. Die coolsten Outdoor-Marken

Die besten Ideen entstehen, wen man etwas ausprobiert. Dabei kann man schnell bemerken, ob Dinge ihren Zweck erfüllen oder nicht. Deshalb gibt es in Skandinavien so viele Outdoor-Marken – ob Hardware oder Bekleidung. Da die Skandinavier viel Zeit in der Natur verbringen und Outdoor zum Leben ganz klar dazugehört, tüfteln sie schon viele Jahre an eigenen Ideen, Materialien und Kniffen. Das hat zu einer Vielzahl an berühmten und beliebten Premium-Marken geführt, die bei den ganz großen mitspielen. Aber auch viele kleine Marken begeistern Fans mit großartigen Produkten und Innovationen.

5. Nachhaltigkeit ist ein großes Thema

Wer im Einklang mit der Natur lebt, bei dem ist Nachhaltigkeit mehr als eine Worthülse. Die skandinavischen Outdoor-Marken sind ganz aktiv dabei, den ökologischen Fußabdruck ihrer Produktion massiv zu senken oder gar klimapositiv zu werden wie beispielsweise Icebug. Als vor Jahren im Fernsehen ein Bericht über die grausigen Methoden beim Lebendrupfen von Gänsen im Fernsehen gesendet wurde, hat das in Schweden für große Aufregung unter den Konsumenten gesorgt. Marken mussten sich rechtfertigen und haben ihre Produktion umgestellt. Ähnlich ist es bei umweltschädigenden Stoffen in der Outdoor-Industrie: Norwegen verbat bereits 2014 mit PFOA eine Wetterschutzbehandlung in Endverbraucher-Produkten, die als extrem gesundheitschädigend gilt. Die EU folgte erst Jahre später mit dem Verbot.

6. Jedermannsrecht

Hat man das schöne skandinavische Outdoor-Equipment erstanden, will man es auch verwenden. In Deutschland ist Zelten ohne Camping-Platz gar nicht so einfach. Ganz anders in Skandinvien: Dank des Jedermannsrechts steht es jedem zu, die Natur zu genießen und an ihr teilzuhaben, egal wem das Land, auf dem man sich befindet, gehört. Voraussetzung ist allerdings, dass der Gast sich anständig verhält und durch seine Anwesenheit niemanden stört, auch nicht die Natur selbst.

7. Endlose Einsamkeit

Was manchem Skandinavier gar nicht mehr auffallen mag, ist für uns Deutsche ein hohes Gut: Einsamkeit in der Natur. In den weiten, dünn oder kaum besiedelten Regionen leben relativ wenig Einwohner. So ist man im Norden durchaus auch mal ganz alleine unterwegs und sagt außer zu Fuchs und Has zu niemandem gute Nacht. Vorausgesetzt man meidet die Hot Spots. Aber obacht: Je weniger Leuten man begegnet, desto wichtiger ist eine gute Vorbereitung: Denn unterwegs mal kurz jemandem nach Ladekabel oder Streichhölzern zu fragen, fällt nämlich ebenso weg.

8. Großartige Musik:

Wenn wir schon auf große Einrichtungshäuser oder Modemarken in unserer Auflistung verzichten, darf eine andere Markenikone nicht fehlen: ABBA. Die jüngeren unter uns kennen oftmals leider nur die Remakes von Madonna & Co., während alle vor 1990 geborenen sofort mit den Hufen scharren, wenn die ersten Originalklänge durch den Äther schallen. Spätestens ab halb zwölf fehlen Waterloo, Gimme Gimme oder Money Money auf keiner Party und streuen selbst in den langweiligsten Hobbbykeller Glamour. Abgesehen davon führen Agnetha und Anni-Frid für alle Zeiten unsere persönliche Hitliste der schönsten Schwedinnen an.
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9. Erfrischung in der Sauna

In Skandinavien, vor allem in Schweden und Finnland, gehört die Sauna zum Leben dazu. Hier kommt es schon mal zu regelrechten Menschenaufläufen mit mehreren Dutzend Teilnehmern. Wie genau sauniert wird, ist von Land zu Land unterschiedlich – auf jeden Fall ist es nichts für Weicheier, denn die starken Temperaturunterschiede zwischen heißer Sauna-Hütte und eiskaltem Wasser muss man erstmal wegstecken. Ein Riesenspaß, der die Teilnehmer… nun ja, zusammenschweißt.

10. Die schönsten Kinderfiguren

Was nicht fehlen darf und hier unseren krönenden Abschluss bildet, sind die schönsten Kinderfiguren aus der Feder von Astrid Lindgren. Wer kennt sie nicht: Pippi, Kalle und Karlsson vom Dach. Bis heute ist ihr Zauber – im Gegensatz zu so manch anderem Kinderbuchklassiker – nicht verschwunden. Auch heute träumen Kinder noch davon, wie Pippi auf Plutimikation Pfeifen zu dürfen oder mit Ronja per lautem Schrei den Einzug des Frühlings zu begrüßen.

Schreib uns gerne weitere Gründe in die Kommentare, wir sind gespannt!

3 thoughts on “10 Gründe, warum wir Deutschen die Skandinavier lieben

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